Elektrolumineszenz (EL) ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, bei dem Solarmodule in Vorwärtsrichtung bestromt werden und dabei Infrarotstrahlung (ca. 1150 nm) emittieren. Defekte Zellbereiche erscheinen dunkel, da sie keinen oder weniger Strom leiten.
EL-Aufnahmen zeigen: Zellbrüche (Mikrorisse bis Makrorisse), PID-betroffene Zellen, inaktive Zellbereiche, Lötstellen-Defekte, Finger-Unterbrechungen und Degradationsmuster. Die Methode ist nach IEC 60904-13 standardisiert.
EL ist das Standardverfahren bei Mängelgutachten, Gewährleistungsstreitigkeiten und Schadenbewertungen. In Kombination mit IV-Kennlinienmessungen und Thermografie ergibt sich ein vollständiges Defektbild auf Zellebene.
Ja, Outdoor-EL ist bei Dunkelheit möglich. EN-Gutachter führt Feld-EL-Messungen mit speziellen InGaAs-Kameras durch. Für große Anlagen ist die Kombination aus Drohnen-Thermografie (tagsüber) und stichprobenartiger EL (nachts) die effizienteste Methode.
Elektrolumineszenz: 847 verdeckte Zellrisse nach Hagelsturm
Realer anonymisierter Untersuchungsfall mit Messwerten, Zeitablauf und wirtschaftlicher Bewertung.