Hotspots sind lokale Überhitzungen einzelner Solarzellen, die durch Zelldefekte, Teilverschattung, Zellbrüche oder fehlerhafte Lötverbindungen entstehen. Betroffene Zellen werden vom Erzeuger zum Verbraucher und können sich auf über 150°C erhitzen.
Unbehandelte Hotspots können zur Zerstörung der Einkapselungsfolie (Browning), zur Delamination, zum Glasbruch und im Extremfall zum Brand führen. Besonders bei modernen Hochleistungsmodulen (>400 Wp) sind die thermischen Belastungen höher als bei älteren Modultypen.
Die Standardmethode ist die Infrarot-Thermografie nach IEC 62446-3. EN-Gutachter führt drohnengestützte Thermografie-Inspektionen für große PV-Anlagen durch, ergänzt durch Elektrolumineszenz zur Ursachendiagnose auf Zellebene.
Als kritisch gelten Temperaturdifferenzen von >20K gegenüber benachbarten Zellen. Ab >40K Differenz besteht akutes Brandrisiko. Die IEC 62446-3 definiert drei Kategorien: <20K (unkritisch), 20–40K (Beobachtung), >40K (sofortige Maßnahme erforderlich).
Hotspot-Analyse: 87 Module mit 14 % Ertragsverlust
Realer anonymisierter Untersuchungsfall mit Messwerten, Zeitablauf und wirtschaftlicher Bewertung.